Weltweite Koalition zur Beendigung von Leihmutterschaft und der Ausbeutung von Frauen und Kindern

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San Francisco, CA/ 11. Mai 2015 — Die Aktion Stoppt Leihmutterschaft jetzt beginnt mit heutigem Tag. Stoppt Leihmutterschaft jetzt vereint weltweit eine Gruppe von ethnisch, religiös und kulturell unterschiedlichen Menschen, die sich gegen die Ausbeutung von Frauen und den Handel mit Kindern wendet.

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Mit Unterstützung von 16 Organisationen und mehr als 90 Personen aus 18 verschiedenen Ländern fordert Stoppt Leihmutterschaft jetzt die Anerkennung der Tatsache, dass Leihmutterschaft eine Praxis ist, die (meist arme und marginalisierte) Frauen ausbeutet, die dafür bezahlt werden, Kinder auszutragen. Häufig sind diese Frauen Zwängen ausgesetzt sowie eingeschränkten oder armseligen Lebensbedingungen bei mangelnder Gesundheitsvorsorge unterworfen. Darüber hinaus sind mit Leihmutterschaft über kurz oder lang viele große Gesundheitsrisiken verbunden. Viele Leihmütter leben in einer Art Schuldknechtschaft bei 24stündiger Überwachung des „Eigentums“ in ihrer Gebärmutter.

Stoppt Leihmutterschaft jetzt fordert das Eingeständnis, dass im Zusammenhang mit Leihmutterschaft empfangene Kinder einer Qualitätskontrolle unterliegen: sie sind einer Geschlechtsselektion unterworfen bzw. werden bei Behinderung oder bei Gesinnungsänderung der Kunden abgetrieben. Mittels Leihmutterschaft zur Welt gebrachte Kinder sind sowohl Gegenstand eines Vertrages als auch Produkt ungleich mächtiger Vertragspartner und unregulierter Marktverhältnisse. Zumeist machen diese kommerziell produzierten Kinder die schreckliche Erfahrung eines plötzlichen und vollständigen Abbruchs der natürlichen Mutter-Kind-Bindung; der Kontakt mit und die Kenntnis von einem biologischen Elternteil oder beiden biologischen Eltern wird ihm in direktem Widerspruch zu der Kinderrechts-Erklärung der Vereinten Nationen absichtlich und ausdrücklich verwehrt.

Die Unterzeichnenden von Stoppt Leihmutterschaft jetzt fordern den vollständigen Stopp der Leihmutterschaftspraktiken, um weltweit Frauen und Kinder davor zu schützen und den Bestrebungen, den Handel mit Kindern zu legitimieren und zur Normalität werden zu lassen, ein Ende zu setzen.

„Eine Frau ist ein menschliches Wesen und keine Maschine“, stellt Shagufta Omar, Präsidentin der Pakistanischen Abteilung der Internationalen Union Muslimischer Frauen, fest. Weiters bekräftigt sie, dass „Mutter und Kind voneinander zu trennen, die Menschenrechte von beiden verletzt.“

„Es gibt kein Recht auf ein Kind und reiche Menschen müssen aufhören, eine Frau als lebenden Inkubator zu benützen, um es ihr dann wegzunehmen und als ihr eigenes auszugeben. Wir müssen dieser Reproduktions-Sklaverei vorbeugen und sie jetzt beenden!“, sagt Dr. Renate Klein, eine langjährige Gesundheitsaktivistin und Koordinatorin von FINRRAGE (Australien).

Unter den 16 Organisationen, die die Kampagne von Stoppt Leihmutterschaft jetzt unterstützen ist auch die CoRP, eine französische NGO, die für Achtung der Menschenrechte und die Abschaffung der Leihmutterschaft eintritt, da diese internationalen Konventionen, wie dem Artikel 21 des Übereinkommens des Europarates zum Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde im Hinblick auf die Anwendung von Biologie und Medizin, dem sogenannten Übereinkommen von Oviedo, widerspricht, welches festlegt: „Der menschliche Körper und Teile davon dürfen als solche nicht zur Erzielung eines finanziellen Gewinns verwendet werden.“

Dr. Mia Fahlen aus Schweden erklärt: „Ich nehme an dieser Kampagne gegen Leihmutterschaft aktiv teil, um die Ausbeutung von Frauen weltweit zu bekämpfen. Die ethischen, medizinischen und psychologischen Folgen von Leihmutterschaft sind wesentlich ernster als bisher angenommen.“

Wir laden jede und jeden dazu ein, sich unserer Kampagne Stoppt Leihmutterschaft jetzt mittels einer Unterschrift anzuschließen und auch von dieser Kampagne andere in Kenntnis zu setzen.

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